Mittwoch, 12. April 2006
Backstory
selkie, 16:37h
So, so, die ganze Welt bloggt, und ich jetzt auch.
Ich, das ist eine mittlerweile nun auch schon 36jährige Frau mit Kind und Katze mitten in New York.
An sich gehörte auch ein Mann zu dem Ensemble, aber das ist eine lange, selbst den Beteiligten nicht wirklich verständliche Geschichte, noch dazu eine in progress. Um die es hier, mehr oder weniger, auch gehen soll. Unter anderem. Also: was bisher geschah.
Letzten Sommer kam besagter Mann eines Abends, 2 Wochen nach zweitem Tochter-Geburtstag sowie 2 Wochen vor zehntem Hochzeitstag, nach Hause und teilte mir mit, er wolle sich trennen. Hoppla, könnte man sagen. Das war das erste, was ich von irgendwelchen Beziehungszweifeln seinerseits erfahren habe.
Zwar war die Ehe vorher schon mal besser gewesen (etwa vor dem Kind, so hart es klingt, und vor der Zeit, in der es mit seinen 18-Stunden-Arbeitstagen losging, was etwa zeitgleich der Fall war), aber so schlecht, dass man wirklich an Umorientierung und dergleichen denken musste, ging es uns dann doch nicht. Dachte ich.
Mann ist am selben Abend noch ausgezogen, und seitdem wohne ich allein mit meiner kleinen Fenny. Geht es mir gut dabei? Saukomisch. Was auch damit zu tun hat, dass Mann es nicht auf die Reihe bekommt, entweder zurückzukommen oder mich/uns gehenzulassen. Mittlerweile bin ich diejenige, die sagt, es klappt nicht, lassen wir es, aber so einfach ist es letzten Endes dann doch nicht, zumal auf beiden Seiten auch immer noch Liebe mit im Spiel ist.
Ein Ende wäre ausserdem recht drastisch; ich würde mit Fenny nach Deutschland zurückziehen, es gäbe also definitiv keine Chance mehr, und das schreckt Mann wohl auch (immerhin haben wir die letzten 15 Jahre zusammen verbracht... na gut, sagen wir 14...).
Also treffen wir uns immer noch sporadisch, gehen einmal die Woche zusammen essen (ohne Kind) und tun, als wäre der Raum *nicht* voller weisser Elefanten, über die man nicht spricht. Danach gehen wir dann in unser jeweiliges Zuhause und sinken wieder in unsere stille Depression zurück.
Ich zumindest. Was er macht (ausser arbeiten), weiss ich längst nicht mehr.
Warum "Selkie"? Weil ich mich so fühle wie eins dieser keltischen Mischwesen; hin und hergerissen zwischen Heimat und Liebe, oder dem, was so dafür durchgeht. An manchen Tagen wäre ich gern zurück im Meer; an anderen sehe ich dort nur Kälte und Dunkelheit und Einsamkeit.
Kitschig? Mag sein; aber so wahr. ;)
Ich bin bemüht, das Selbstmitleid mit Knüppeln und Macheten zurückzuschlagen, aber manchmal ist die Energie einfach weg, und dann sieht es sehr düster aus. Ich danke meinen Sternen, dass ich wenigstens dieses eine perfekte kleine Kind habe. Ohne sie wäre wirklich alles sinnlos. Auch, wenn die derzeitige Situation so ungefähr die Antithese zu dem Leben ist, das ich mir unter Familie vorgestellt hatte. Aber gut, keiner sagt, "Und wenn ich gross bin, werde ich alleinerziehende Mutter!!!"
Nehme ich zumindest an.
Ich, das ist eine mittlerweile nun auch schon 36jährige Frau mit Kind und Katze mitten in New York.
An sich gehörte auch ein Mann zu dem Ensemble, aber das ist eine lange, selbst den Beteiligten nicht wirklich verständliche Geschichte, noch dazu eine in progress. Um die es hier, mehr oder weniger, auch gehen soll. Unter anderem. Also: was bisher geschah.
Letzten Sommer kam besagter Mann eines Abends, 2 Wochen nach zweitem Tochter-Geburtstag sowie 2 Wochen vor zehntem Hochzeitstag, nach Hause und teilte mir mit, er wolle sich trennen. Hoppla, könnte man sagen. Das war das erste, was ich von irgendwelchen Beziehungszweifeln seinerseits erfahren habe.
Zwar war die Ehe vorher schon mal besser gewesen (etwa vor dem Kind, so hart es klingt, und vor der Zeit, in der es mit seinen 18-Stunden-Arbeitstagen losging, was etwa zeitgleich der Fall war), aber so schlecht, dass man wirklich an Umorientierung und dergleichen denken musste, ging es uns dann doch nicht. Dachte ich.
Mann ist am selben Abend noch ausgezogen, und seitdem wohne ich allein mit meiner kleinen Fenny. Geht es mir gut dabei? Saukomisch. Was auch damit zu tun hat, dass Mann es nicht auf die Reihe bekommt, entweder zurückzukommen oder mich/uns gehenzulassen. Mittlerweile bin ich diejenige, die sagt, es klappt nicht, lassen wir es, aber so einfach ist es letzten Endes dann doch nicht, zumal auf beiden Seiten auch immer noch Liebe mit im Spiel ist.
Ein Ende wäre ausserdem recht drastisch; ich würde mit Fenny nach Deutschland zurückziehen, es gäbe also definitiv keine Chance mehr, und das schreckt Mann wohl auch (immerhin haben wir die letzten 15 Jahre zusammen verbracht... na gut, sagen wir 14...).
Also treffen wir uns immer noch sporadisch, gehen einmal die Woche zusammen essen (ohne Kind) und tun, als wäre der Raum *nicht* voller weisser Elefanten, über die man nicht spricht. Danach gehen wir dann in unser jeweiliges Zuhause und sinken wieder in unsere stille Depression zurück.
Ich zumindest. Was er macht (ausser arbeiten), weiss ich längst nicht mehr.
Warum "Selkie"? Weil ich mich so fühle wie eins dieser keltischen Mischwesen; hin und hergerissen zwischen Heimat und Liebe, oder dem, was so dafür durchgeht. An manchen Tagen wäre ich gern zurück im Meer; an anderen sehe ich dort nur Kälte und Dunkelheit und Einsamkeit.
Kitschig? Mag sein; aber so wahr. ;)
Ich bin bemüht, das Selbstmitleid mit Knüppeln und Macheten zurückzuschlagen, aber manchmal ist die Energie einfach weg, und dann sieht es sehr düster aus. Ich danke meinen Sternen, dass ich wenigstens dieses eine perfekte kleine Kind habe. Ohne sie wäre wirklich alles sinnlos. Auch, wenn die derzeitige Situation so ungefähr die Antithese zu dem Leben ist, das ich mir unter Familie vorgestellt hatte. Aber gut, keiner sagt, "Und wenn ich gross bin, werde ich alleinerziehende Mutter!!!"
Nehme ich zumindest an.
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